literatur & wiese

Datum: 

19.7.2024

Ort: 

Winzergelände / Zwieselplatz

Einlass: 

19:00

  Uhr

Beginn: 

19:30

  Uhr

Eintritt:  

Freiwillige Spende

Ende: 

 Uhr

Zusatzinfo: 

Wir freuen uns, dieses Jahr das 25-jährige Jubiläum der Open-Air-Lesung zu feiern!

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Informationen zur Veranstaltung

Valerie Fritsch

Geboren 1989 in Graz. Schriftstellerin, Polaroidphotographin und Reisende. Beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb 2015 wurde sie mit dem Kelag-Preis und dem Publikumspreis ausgezeichnet. 2020 erhielt sie den Brüder-Grimm-Preis für Literatur. Sie lebt in Graz und Wien.

Veröffentlichungen (Auswahl): Zitronen (2024); Herzklappen (2020); Winters Garten (2015); Kinder der Unschärferelation (Gedichte, 2015); Die Welt ist meine Innerei (Reisebriefe und Bilder, 2012).

 

Roman: Zitronen

August Drach wächst in einem Haus am Dorfrand auf, das Hölle und Paradies zugleich ist. Der Vater, von sich und dem Leben enttäuscht, misshandelt seinen Sohn, Zärtlichkeit hat er nur für die Hunde übrig. Trost findet August bei seiner Mutter, die ihn liebevoll umsorgt. Doch als der Vater die Familie verlässt, verwandelt sich die Zuwendung der Mutter: Sie mischt August heimlich Medikamente ins Essen, schwächt das Kind, macht es krank; von seiner Pflege verspricht sie sich Aufmerksamkeit und Bewunderung. Erst Jahre später gelingt es August, sich aus den Fängen der Mutter zu befreien, ein unabhängiges Leben zu führen, erste Liebe zu erfahren. Doch wie lernt ein erwachsener Mensch, das Rätsel einer Kindheit zu lösen, in der Grausamkeit und Liebe untrennbar zusammengehören? Wie durchbricht er den Kreislauf von Lügen und Betrügen? Und was passiert, wenn sich dieser Mensch, Jahre später, an den Ursprung des Schmerzes zurückwagt? Sprachgewaltig, in packenden Bildern und Episoden erzählt Valerie Fritsch in ihrem neuen Roman von der Ungeheuerlichkeit einer Liebe, die hilflos und schwach macht, die den anderen in mentaler und körperlicher Abhängigkeit hält. Ein Entkommen ist nicht vorgesehen, es sei denn um den Preis, selbst schuldig zu werden.

Matthias Gruber

Geboren 1984. Studium der Theaterwissenschaften, Arbeit als Rezeptionist im Onlinemarketing und in einer Notschlafstelle. Mitgründer der Salzburger Stadt-Magazine „fraeuleinflora.at“ und „QWANT“.

Auszeichnungen: Rauriser Literaturpreis (2024); Jahresstipendium Literatur des Landes Salzburg (2022); Sieger beim FM4-Kurzgeschichtenwettbewerb „Wortlaut“ (2020). „Die Einsamkeit der Ersten ihrer Art“ ist Matthias Grubers erster Roman.

Roman: Die Einsamkeit der Ersten ihrer Art

Sie ist vierzehn und wäre gerne wie andere Mädchen, vor allem schön. Doch Arielle hat kaum Haare am Kopf, mit ihren Zähnen stimmt was nicht, und obwohl Sommer ist, kann sie nicht schwitzen. Die Nachmittage verbringt sie mit ihrem Vater in den Wohnungen von Verstorbenen, um auszuräumen und das Brauchbare vom Müll zu trennen. Während er am Abend weggeworfene Festplatten nach Kryptogeld durchsucht, wühlt sie sich auf alten Handys durch fremde Existenzen – bis sie eines Tages auf Pauline stößt und die Fotos, die sie auf dem Telefon des unbekannten Mädchens findet, ins Internet hochlädt. Die Herzen fliegen ihr zu, auch das von Erich. Aber während ihr bald alles zu viel wird, findet ihre psychisch labile Mutter Gefallen an der ungewohnten Aufmerksamkeit und will den Kanal nutzen, um ihre ganz eigenen Träume zu verwirklichen.

Dieses Buch hisst die Fahne der Literatur auf dem Müllplatz unserer Gegenwart und ist dabei hinreißend und herzerwärmend komisch. Es hält uns den Spiegel vor und zeigt uns, wie wir eben sind: mit einem Lächeln, das echt und falsch ist, schön und hässlich zugleich.

Helwig Brunner

Geboren 1967. Studienabschlüsse in Musik und Biologie, lebt in Graz. Autor und Herausgeber einer Lyrikbuchreihe. Geschäftsführer eines ökologischen Planungsbüros mit Arbeitsschwerpunkt im Sachbereich Energiewende.

Veröffentlichungen (Auswahl): gemacht | gedicht | gefunden (2011, mit Stefan Schmitzer); Journal der Bilder und Einbildungen (2017); Gummibärchenkampagne (2020); Flirren (2024).

Roman: Flirren

Was bleibt vom Leben, wie wir es heute kennen? Was von unseren Werten? Und wie wird der Rückblick aus der Zukunft auf unser heutiges »Hoffnungszeitalter« aussehen? Flirren erweist sich als Bündel von Fragen, die aus einer fernen Zukunft auf uns selbst, unser Hier und Jetzt, zurückfallen.

Wir schreiben das 25. Jahrhundert. Klimakrise, Artensterben und nukleare Katastrophen haben die Erde zu einem unwirtlichen, schwer bewohnbaren Planeten gemacht. Hitze und Dürre flirren auf und über der Welt, Gletscher schmelzen,das Wasser dunstet den Menschen davon. In einem Humanareal lebt der Vergangenheitsforscher Leonard und arbeitet im Auftrag einer mächtigen Behörde daran, einstige Hoffnungsquellen und verheerende Versäumnisse der Menschheitsgeschichte zu beschreiben. Er blickt auf das dunkle Herz des 20. und 21. Jahrhunderts und erinnert sich zugleich voller Trauer an seine verstorbene große Liebe Lea.

Mit seiner umfangreichen Sachkenntnis als Ökologe mit dem Schwerpunkt Energiewende hat Helwig Brunner einen wachrüttelnden Roman geschaffen. Flirren ist ein Versuch, die offensichtlichen Gefährdungen menschlichen, zivilisatorischen und ökologischen Wohlergehens ungeschönt und in kompromisslos genauer Sprache weiterzudenken.

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